Hövelmarkt findet auch in diesem Jahr nicht statt

Verkehrsverein sagt schweren Herzens auch eine verkleinerte Ausgabe des großen Volksfestes in der Sennegemeinde ab

Auch in diesem Jahr macht die Corona-Pandemie einen Strich durch die Planungen des Verkehrsvereins Hövelhof. Schweren Herzens hat Vorsitzender Hubert Böddeker nach monatelangen Vorbereitungen und wochenlangen intensiven Abstimmungen am Montag mitgeteilt, dass der Hövelmarkt auch 2021 ausfallen muss. Die Entscheidung hat der Vorstand einstimmig und in enger Abstimmung mit dem Hövelhofer Arzt Dr. Georg Schneider und Bürgermeister Michael Berens getroffen, teilt Thomas Westhof, Vorstandsmitglied im Verkehrsverein, mit.

Der Verkehrsverein hat sich seine Entscheidung nicht leicht gemacht. Bis zuletzt hatten die Verantwortlichen versucht, das Hövelhofer Volksfest wenigstens in einer abgespeckten Version anbieten zu können, doch die steigenden Infektionszahlen und die zunehmende Belegung der Krankenhäuser mit Corona-Patienten haben dem Verein keine andere Wahl gelassen, als die Reißleine zu ziehen. „Wir können und wollen uns der Verantwortung gegenüber unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern nicht entziehen“, erklärt Hubert Böddeker und ergänzt: „Es ist eine Frage der Vernunft“.

Die aktuelle gültige Coronaschutzverordnung des Landes sollte eigentlich weitergehende Lockerungen und auch größere Veranstaltungen ermöglichen, doch die aktuelle Entwicklung der pandemischen Lage ist eine andere. Die Inzidenzen sind aktuell nach wie vor steigend.

Zu gern hätte der Verkehrsverein mit einem normalen Hövelmarkt in verkleinerter Form mit allen Traditionsveranstaltungen im und am Schützen- und Bürgerhaus den Bürgerinnen und Bürgern der Sennegemeinde ein Zeichen für eine Rückkehr in eine normale Welt des gesellschaftlichen Miteinanders gegeben, doch die Gesundheit und Sicherheit aller Besucher stehen für den Verkehrsverein im Vordergrund.

Von einer Zeltveranstaltung auf dem Hövelmarktgelände an der Allee hatte sich der Verkehrsverein schweren Herzens bereits Anfang August verabschieden müssen, denn die Coronaschutzverordnung des Landes machte diese Planungen trotz großer Lockerungen zunichte. Vorgesehen war stattdessen ein weitgehend normaler Hövelmarkt in verkleinertem Rahmen am Schützen- und Bürgerhaus.

Die Partys, die Angebote für Jugendliche und Senioren sowie das Oktoberfest hätten im Einklang mit der aktuellen Corona-Schutzverordnung im Schützen- und Bürgerhaus stattfinden sollen. Im Freigelände war eine attraktive Kirmes mit vier großen Fahrgeschäften und einer Vielzahl von Imbiss-, Los- und Naschbuden geplant. Durch die Einfriedung des Areals wäre auch eine genaue Zugangskontrolle durch einen Sicherheitsdienst möglich gewesen, unterstreicht Vorstandsmitglied Thomas Westhof.

Geplant war der Hövelmarkt mit mehr als 2.500 Gästen im Innen- und Außenbereich des Schützen- und Bürgerhauses. Da bei mehreren Einzelveranstaltungen auch ohne Masken im Innen- und Außenbereich gefeiert und getanzt werden sollte, wären damit für nicht vollständig Geimpfte oder Genesene PCR-Tests zum Preis von rund 84 Euro verpflichtend geworden. „Und Hövelmarkt-Besuchern einen teuren PCR-Test abzuverlangen, ist für den Vereinsvorstand auf jeden Fall ein KO-Kriterium“, so Hubert Böddeker.

„Wir mussten unsere Entscheidung für eine Absage bereits sechs Wochen vor dem Hövelmarkt-Termin Anfang Oktober treffen, um Planungssicherheit für alle Beteiligten und die Marktbeschicker zu schaffen“, erklärt die Geschäftsführerin Angelika Schäfer. Außerdem sei die aktuelle Coronaschutzverordnung nur bis zum 17. September gültig. Was danach käme, sei zum heutigen Zeitpunkt bestenfalls Kaffeesatzleserei. „Ein weiteres Herausschieben der Entscheidung hätte den ehrenamtlich geführten Verkehrsverein unkalkulierbaren, finanziellen Risiken ausgesetzt“, ergänzt Beate Przybilski, Kassiererin und Vorstandsmitglied im Verkehrsverein Hövelhof.

Durch Ersatzaktionen will der Verkehrsverein jedoch am ersten Oktoberwochenende den Hövelmarkt für alle Bürgerinnen und Bürger spürbar machen, kündigt Angelika Schäfer an.